Tokio. Europas Automanager sollten sich die jüngsten Quartalsberichte aus Japan einmal genauer anschauen. Nach Mazda, Honda und Nissan verkündete an diesem Donnerstag auch Toyota, deutlich schneller als erwartet wieder auf Erholungskurs zu kommen. Der größte Autobauer der Welt verbuchte wider Erwarten einen kleinen Betriebsgewinn von umgerechnet 436 Millionen Euro und erhöhte nun sowohl das Absatzziel wie auch das Ergebnisziel für das Gesamtjahr.
Die Gründe für diese überraschend schnelle Wendung zum Besseren der japanischen Autobauer sind bei allen Herstellern identisch: Zum einen natürlich reagierten die Japaner schnell und konsequent mit Kostensenkungen auf die Wirtschaftskrise und die Absatzeinbrüche weltweit. Ein wesentlicher Teil der Verluste im ersten Halbjahr resultierte aber auch aus sehr ungünstigen Wechselkursen, die zwar immer noch belasten, aber mit sinkender Tendenz. Zum anderen halfen Toyota & Co. auch die zahlreichen Absatzfördermaßnahmen in vielen Ländern der Welt. Dazu gehörte nicht nur die deutsche Abwrackprämie, sondern noch deutlicher das "cash-for-clunkers"-Programm in den USA, wo Toyota am stärksten von der öffentlichen Förderung profitierte. Ähnliche Staatshilfen gab es auch in Japan.