Graz/Rüsselsheim. Magna hat seinen Zeitplan zum Einstieg bei Opel gestreckt und damit Spekulationen über ein Scheitern der Übernahmepläne genährt. Wie die Automobilwoche erfuhr, wird der Zulieferer eine für diesen Dienstag erwartete Aufsichtsratsitzung auf einen nicht genannten Termin verschoben. Damit ist auch der 15. Juli als Stichtag obsolet, den Magna Co-Chef Siegfried Wolf für die Vorlage eines Vorvertrages mit Opel geplant hatte. "Die für den 14. Juli erwartete Aufsichtsratsitzung findet zu einem späteren Zeitpunkt statt,“ sagte eine Person aus dem Umfeld des Unternehmens. Es müssten noch Koordinationsfragen für den Termin geklärt werden, hieß es. Auf dem Treffen sollte der endgültige Geschäftsplan für Opel abgesegnet werden.
Die Übernahmepläne geraten damit zu einem Zeitpunkt ins Stocken, zu dem sich die Opel-Mutter General Motors wieder im Aufwind sieht. GM-Chef Fritz Henderson hat das Ende der am 1. Juni angemeldeten Insolvenz und die Gründung eines neuen GM-Konzerns verkündet.