Regensburg. Der Zulieferer Continental nutzt sein Know-how in der Entwicklung von unterschiedlichsten Sensoren, um zukünftig den Fahrer frühzeitig auf möglicherweise gefährliche Straßenabschnitte hinzuweisen. Da auch das wirkungsvollste System der aktiven Fahrsicherheit die Gesetze der Physik nicht außer Kraft setzen kann, hat das Unternehmen mit Kooperationspartnern eine neue Strategie der Sensorfusion entwickelt. Dieses neue System dient dazu, den Fahrer frühzeitig vor glatten Straßenverhältnissen zu warnen und wurde im Rahmen des europäischen "Friction“ Projektes innerhalb des "6th Framework Programme“ entwickelt und wird zum Teil von der Europäischen Kommission gefördert.
Ohne ausreichende Reibung zwischen Reifen und Fahrbahn (auch als "Grip“ bezeichnet) lässt sich ein Fahrzeug nicht kontrollieren. Systeme der aktiven Fahrsicherheit, wie ABS (Antiblockiersystem) und ESC (Elektronische Stabilitätskontrolle), helfen dann, wenn Vollbremsungen oder ein drohendes Ausbrechen des Fahrzeugs den Menschen am Steuer in den Grenzbereich seiner Fähigkeiten zu bringen drohen. Aber selbst derart hilfreiche Systeme wie ABS und ESC greifen erst dann ein, wenn das Fahrzeug bereits akut in Gefahr ist, außer Kontrolle zu geraten. In der Fahrpraxis bleibt es alleine der Einschätzung des Fahrers überlassen, ob die herrschenden Reifenhaftungsverhältnisse die aktuelle Geschwindigkeit erlauben, erläutern die Conti-Experten.