Tokio. Führende japanische Automobilhersteller und Technologieunternehmen haben ein Konsortium gebildet, um die Verbreitung von Batterieladestationen mit Hilfe neuer Industriestandards voranzutreiben. Gründungsmitlieder der Vereinigung mit dem Namen "CHAdeMO Association" sind Nissan, Toyota, Mitsubishi, Fuji Heavy Industries und Tokyo Electric Power Company (Tepco).
Präsident der Vereinigung ist der Tepco-Vorsitzende Tsunehisa Katsumata. In regelmäßigen Workshops sollen jetzt gemeinsame Standards für die Schnellladestationen erarbeitet und länderspezifische Besonderheiten abgeglichen werden. Eine Testversion einer "CHAdeMO“ Schnellladestation war bereits auf dem diesjährigen Genfer Automobilsalon zu sehen. Dort wurde an einem Mitsubishi i-MiEV das Schnellladen demonstriert. Die Wartezeit für die Kundentestfahrten verringerte sich durch diese Technologie erheblich.
Die CHAdeMO Association will mit der Standardisierung des Ladeprozesses von Elektrofahrzeugen sicherstellen, dass jedes E-Auto an jeder Station wiederaufgeladen werden kann. Bereits im August vergangenen Jahres hatten Nissan, Mitsubishi Motors, Fuji Heavy Industries und TEPCO vorbereitende Gesprächen dazu aufgenommen. Der Beitritt von Toyota komplettiert nun das Konsortium.
Bis heute haben 158 andere Unternehmen aus der Automobil-, der Automobil-Zulieferindustrie, sowie Energieversorger und Batteriehersteller ihr Interesse an einer Zusammenarbeit bekundet. Hierzu zählen auch Behörden sowie 20 nicht-japanische Unternehmen.
CHAdeMO ist der Name, unter dem das Bündnis die Schnellladetechnik weltweit vermarkten wird. Das Akronym steht einerseits für die englischen Wörter "Charge“ und "Move“ und ist gleichzeitig eine Abkürzung des japanischen Satzes "O cha demo ikaga desuka“. Übersetzt bedeutet das soviel wie: "Lasst uns beim Aufladen einen Tee trinken“. Die Ladezeit entspricht in etwa einer typischen japanischen Teepause.