Stuttgart. Die bisherigen Partner der "Innovationsallianz Automobilelektronik", die 2007 von namhaften Unternehmen der deutschen Automobilindustrie gegründet wurden, haben eine neue Lobbyvereinigung gebildet, um sich öffentliche Fördermittel beim Aufbau einer Elektroauto-Industrie zu sichern.
Die Vereinigung hat sich den Namen "eNOVA Strategiekreis Elektromobilität“ gegeben, wie das Gremium am Dienstag mitteilte. Seine Partner sind derzeit Audi, BMW, Daimler, Porsche, Bosch, Continental, Hella, ZF Friedrichshafen, Infineon und ELMOS. Weitere Industriepartner aus industriellen Schlüsselbranchen wollten hinzustoßen, hieß es.
Ziel des Strategiekreises sei es, öffentliche Forschungsprogramme zu vorwettbewerblichen Forschungs- und Entwicklungsthemen aus dem Bereich Elektromobilität sowie die Schnittstelle zu Infrastrukturthemen voranzu treiben.
Der Fokus des Strategiekreises liege dabei auf dem Gesamtsystem Elektrofahrzeug und seiner Schnittstelle und Anbindung zur Netzinfrastruktur. Der eNOVA Strategiekreis umfasse alle wichtigen Schlüsselbereiche zum Thema Elektromobilität und sei durch die Bedeutung seiner Partner ein wichtiger Ansprechpartner nicht nur für die Bundesregierung und ihre Ministerien, sondern auch für Verbände und Interessensgemeinschaften in Deutschland und in Europa.
Die Bundesregierung hatte im vergangenen August im Rahmen ihres "Nationalen Entwicklungsplans Elektromobilität“ das Ziel angekündigt, in Deutschland einen Leitmarkt für Elektromobilität zu entwickeln. Dabei wollen der Strategiekreis einen "signifikanten Beitrag" leisten, erklärte die neue Vereinigung.
Der Strategiekreis Elektromobilität sehe daher in der Unterstützung der involvierten Bundesministerien eine seiner Hauptaufgaben. Darüber hinaus gebe der Strategiekreis "strategische Hilfestellung beim Erarbeiten von Roadmaps für öffentlich geförderte Forschungsprogramme" und entwickle geeignete Strategien zu deren Umsetzung. Der Strategiekreis habe bereits Empfehlungen für gezielte Fördermaßnahmen zur Elektromobilität für zukünftige Förderbekanntmachungen dem Bundesministerium für Bildung und Forschung vorgelegt.