Berlin. In den kommenden fünf Jahren werden es nach Ansicht von Automobilmanagern vor allem die Hyundai/Kia-Gruppe und VW schaffen, ihre Marktanteile auszubauen und als Gewinner aus der Branchenkrise hervorzugehen. Das ergab eine internationale Umfrage des Beratungsunternehmens unter 200 führenden Vertretern der Automobil- und Zulieferindustrie, die am Donnerstag anlässlich der bevorstehenden Detroit Motor Show veröffentlicht wurde. Zwei Drittel der befragten Unternehmen verzeichnen einen Umsatz von mehr als 500 Millionen US-Dollar.
70 Prozent der befragten Manager trauen Volkswagen zu, seinen Marktanteil zu steigern. Bei Hyundai/Kia erwarten dies sogar 73,5 Prozent der Befragten. Noch höher liegen die Erwartungen diesbezüglich bei den chinesischen Herstellern (78,5 Prozent). Etwas mehr als die Hälfte der Fachleute traut dies auch Toyota zu (57 Prozent). Am skeptischsten sind die Fachleute bei den US-Marken Chrysler und General Motors; hier rechnen über zwei Drittel der Experten damit, dass diese Konzerne bis 2014 Marktanteile verlieren werden.
Der Umfrage zufolge planen planen viele Hersteller und Zulieferer, in den kommenden fünf Jahren in den BRIC-Staaten erstmals oder verstärkt zu investieren. Damit einher geht allerdings bereits die Sorge, dass es dort aufgrund des Booms schon bald zu Überkapazitäten kommen dürfte – vor allem in Russland. Überkapazitäten sind auf den etablierten Märkten weiterhin ein ernstes Problem. Das hat eine internationale KPMG-Umfrage unter 200 führenden Vertretern der Automobil- und Zulieferindustrie ergeben, die anlässlich der Detroit Motor Show (11.-24.1.2010) veröffentlicht wurde. Zwei Drittel der befragten Unternehmen verzeichnen einen Umsatz von mehr als 500 Millionen US-Dollar.
Über die Hälfte der befragten Unternehmen plant, in den kommenden fünf Jahren erstmals oder verstärkt auf dem chinesischen Markt zu investieren (58,5 Prozent), 43 Prozent wollen dies in Indien tun. Auch Russland und Brasilien sehen die Unternehmen als attraktive Märkte an. Hier wollen immerhin ein Drittel beziehungsweise ein Viertel der Befragten in den kommenden fünf Jahren erstmals investieren oder ihr Engagement verstärken. Allerdings befürchtet jeweils rund die Hälfte der Unternehmen, dass in Brasilien, Russland und China spätestens in drei bis fünf Jahren Überkapazitäten auftreten. Für Indien geht jeder Dritte davon aus, und 12 Prozent der Experten wollen schon heute Überkapazitäten in Russland ausgemacht haben.