Vilsbiburg. Der Zulieferer Dräxlmaier hat Stellenstreichungen im Inland angekündigt. Begründet wird das vom bayerischen Familienunternehmen mit den nachhaltigen Absatzrückgängen in Westeuropa und den USA. Betroffen sind von dem Schritt insbesondere die Unternehmenszentrale in Vilsbiburg, wo bis zu 300 Stellen abgebaut werden sollen, sowie der Interieur-Standort in Achim, an dem 50 Arbeitsplätze abgebaut werden. Nach Angaben des Unternehmens soll die Personalreduzierung über einem Zeitraum von zwei Jahren erfolgen. Der Zulieferer will dafür die im Rahmen einer sozialverträglichen Gestaltung zur Verfügung stehenden Instrumente nutzen und hat die Verhandlungen mit der Arbeitnehmervertretung aufgenommen.
Laut Dräxlmaier wurde die Talsohle bei den Absatzrückgängen Mitte vergangenen Jahres durchschritten. In den Märkten Westeuropa und den USA seien wieder leichte Erholungstendenzen zu verzeichnen. Nach Expertenmeinung könne das Absatzvolumen der Jahre 2007/2008 allerdings erst in einigen Jahren wieder erreicht werden. Bereits im vergangenen Jahr hat sich die Dräxlmaier Group an ihren Auslandsstandorten Stellenstreichungen vorgenommen und sieht sich nun mit ihren rund 33.000 Mitarbeitern sowie ihren technologischen und wettbewerbsspezifischen Stärken für die Zukunftsfelder hervorragend aufgestellt. Dabei konzentriert sich die Dräxlmaier zunehmend auf Zukunftstechnologien wie Elektromobilität und energieeffizienten Leichtbau.