München. Als Mogelpackung sieht Rainer Kurek, Geschäftsführer der Münchner MVI Group, Elektrofahrzeuge und Autos mit hybriden Antrieben: Zu viel Masse, zu wenig Reichweite, zu teuer. Durch konsequenten Leichtbau hingegen ließen sich bei Autos mit konventionellem Antrieb in überschaubarer Zeit gut 30 Prozent Gewicht einsparen, und das mit herkömmlichen Werkstoffen, heiß es beim Entwicklungsdienstleister.
"Heutige Fahrzeuge sind viel zu schwer“, hält Kurek der Autoindustrie vor. Für den MVI-Geschäftsführer ist es "eine Frage der geometrischen Strukturen und der Werkstoffe“. Er fordert bei künftigen Fahrzeugkonzepten ein radikales Umdenken in den Entwicklungsabteilungen. Denn selbsttragende Karosserien sowie aufwendige und teure Space-Frame-Strukturen, wie sie bis heute im PKW-Bau üblich sind, "ermöglichen eine drastische Reduzierung der Fahrzeugmasse keineswegs“, betont Kurek. Nur ganzheitliche Karosseriekonzepte mit einem fundierten und systemischen Verständnis für alle auftretenden Kräfte und Spannungen im Fahrbetrieb erlauben die geforderte drastische Verringerung der Fahrzeugmasse – selbst unter Verwendung konventioneller und bewährter Werkstoffe wie Stahl und Aluminium.