Detroit. In den ersten sieben Monaten des Jahres wuchs der US-Absatz von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen um 15 Prozent auf 6,67 Millionen Einheiten, im Juli stieg der Verkauf um fünf Prozent auf 1,05 Millionen. Die großen US-Autobauer schwächelten den zweiten Monat in Folge. Das haben die deutschen Rivalen ausgenutzt. Sie verkauften im Juli teils deutlich mehr Autos als im Vorjahresmonat. Vor allem Porsche braust mit Vollgas davon. Die Zuffenhausener legten das beste Ergebnis in zwei Jahren hin und setzten mit rund 2700 Autos drei Viertel mehr Fahrzeuge ab. Verkaufsschlager waren der Geländewagen Cayenne, knapp gefolgt von der Limousine Panamera.
Dagegen mussten sich die "Big Three" der US-Autoindustrie mit Zuwächsen zwischen drei Prozent (Ford) und fünf Prozent (General Motors, Chrysler) begnügen. Der Grund lag in der Zurückhaltung der Firmenkunden, die zu Jahresbeginn den Aufschwung auf dem US-Automarkt getragen hatten. Dafür griffen jetzt verstärkt die Privatkunden zu – und die entschieden sich in vielen Fällen für die vergleichsweise teuren deutschen Autos.
Beliebteste deutsche Marke in den USA war im Juli wieder einmal VW mit knapp 23.900 verkauften Autos, ein Plus von 16 Prozent. Die Wolfsburger legte iIm Zeitraum von Januar bis Juli im Vergleich zum Vorjahr um 27,5 Prozent auf 148,892 Einheiten zu,