Bochum. Das Rabattniveau im deutschen Automobilhandel ist nach Einschätzung des Automarkt-Forschers Ferdinand Dudenhöffer im April leicht zurückgegangen. Wichtige Autobauer hätten ihre Rabatte zurückgefahren, erklärte Dudenhöffer, Leiter des CAR Center of Automotive Research an der Uni Duisburg-Essen in seiner jüngsten Rabatt-Studie. "Das könnte eine Trendumkehr im rabattgeprägten deutschen Automarkt einleiten. Ob die Markt-Stabilisierung stabil ist oder nur ein kleines Zwischenhoch vorliegt, lässt sich erst in den nächsten Monaten sagen," erklärte Dudenhöffer.
Die durchschnittlich gewährten Nachlässe sanken demnach im April auf 15,2 Prozent. Im Februar betrug dieser Wert noch knapp 17 Prozent, im März 16,5 Prozent. Der Rückgang sei auf die gesunkenen Rabatte für VW–Modelle zurückzuführen, die mit ihrem hohen Verkaufsanteil großen Einfluss auf den ermittelten Durchschnittswert ausübten, erklärte der Chef des CAR-Center. So sank der auf das Golf Basismodell durchschnittlich gewährte Rabatt von 20,5 Prozent im März, auf 14,9 Prozent im April.
Alle drei wesentlichen Indikatoren zur Bestimmung des Rabattgeschehens im deutschen Automarkt wiesen im April auf eine Entspannung hin, so Dudenhöffer. Zum einen sei der Anteil der Herstelleraktionen mit hohem Kundenpreisvorteil zurückgegangen. Auch die bei Internet-Vermittlern gewährten Rabatte für Neuwagen seien im April deutlich geschrumpft. Gedämpfter habe sich auch auch der dritte Indikator zur Einschätzung der Rabattsituation entwickelt. die taktischen Zulassungen von Herstellern und Händlern. "In der Summe ergibt sich damit für den Monat April das Bild einer Erholung an der Preisfront am deutschen Automarkt," so Dudenhöffer.