Berlin. Für Horst Leonberger, bei der Deutschen Telekom verantwortlich für die Einheit "Vernetztes Fahrzeug“, ist es vor allem eine Frage des Alters was der Kunde will. Doch er sieht auch Aspekte, die über alle Altersgrenzen hinweg gelten: Der Kunde will Spaß am Auto haben, er will es effizient nutzen und er will dabei den Sicherheitsaspekt nicht vermissen. Der Manager räumt aber auch ein, dass das Auto eine ungünstige Basis darstelle, um das Internet zu bedienen. Seine Forderung daher: "Wir müssen das Internet für das Auto erfinden.“ Bei der Deutschen Telekom habe man sich auch die Frage gestellt, ob man Mobilitätsprovider werden wolle, sich aber dagegen entschieden.
Leonberger hält es jedenfalls für erforderlich, dass es zu einer einfacheren Bedienung im Fahrzeug kommen muss. Und adressiert an die Automobilindustrie: "Lasst es uns gemeinsamen entwickeln.“ Er ist davon überzeugt, dass schon bald die ersten Fahrzeughersteller mit Apps im Auto kommen werden. Die Technologie dafür sei kein Problem, es werde jedoch noch an adäquaten Geschäftsmodellen gearbeitet. Dabei will er der Fahrzeugindustrie auch entgegenkommen und sich auf die Zehn-Jahreszyklen der Autoindustrie einstellen. Leonberger ist allerdings skeptisch in Punkto fahrerloses Fahren. Für die notwendige Infrastruktur seien "mehr als doppelstellige Milliardenbeträge“ notwendig. Und er sieht niemanden, der bereit ist, dieses Investment zu leisten.