Duisburg-Essen. Die März-Preisstudie des CAR-Center Automotive Research der Universität Duisburg-Essen kommt zu dem Ergebnis: Entspannung im deutschen Automobilmarkt ist weiterhin nicht in Sicht. Zwar wurden die Spitzenrabatte der vergangenen drei Monate mit mehr als 40 Prozent Nachlass bei offiziellen Leasingangeboten der Autohersteller aus dem Markt genommen, so die Studie. Aber nach wie vor sei die Preissituation im deutschen Automarkt sehr angespannt. So ist die Anzahl der Verkaufsförderungsaktionen der Autobauer, die Preisvorteile zwischen 20 und 30 Prozent ausloben, um zehn Aktionen angestiegen. Insgesamt wurden im März 292 offene Verkaufsförderungsaktionen der Autobauer ermittelt, 44 Aktionen mehr als im Februar. Zusätzlich ist im Februar die Zahl der taktischen Zulassungen um knapp 3000 Fahrzeuge auf 55.151 Fahrzeuge gestiegen. "Die Rabattsituation hat sich damit im März weiter verschärft", so Professor Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen.
Unter "offene Aktionen" fasst Dudenhöffer alle direkt von den Autobauern offiziell beworbenen Rabatte wie Sondermodelle, Sonderzinsen, Barrabatte oder Eintauschprämien zusammen, die bundesweit angeboten werden. Bei den offenen Aktionen sind die vom einzelnen Händler dem Kunden zusätzlich eingeräumten Rabatte, etwa in Form eines Barnachlasses oder einer Tageszulassung, noch nicht enthalten. Die Studie hat eine Verschiebung des Rabattgefüges bei offenen Aktionen ermittelt: Es gab deutlich mehr offene Aktionen sowie eine Erhöhung der Verkaufsförderungsaktionen mit Preisvorteilen zwischen 20 und 30 Prozent. Die Spitze im Preiswettbewerb bilden nach Ergebnissen der Untersuchung jetzt Fiat, Honda, Landrover und Nissan mit Preisvorteilen von bis zu 38,2 Prozent. Nach wie vor gehen die Importeure mit den höchsten Preisnachlässen in den Markt, die nach dem Auslaufen der Abwrackprämie mit sinkendem Absatz zu kämpfen haben. So haben einzelne Importeure einen Rückgang des Marktanteils von bis zu 50 Prozent zu verzeichnen. "Damit ist bei den Importeuren der Verkaufsdruck am größten – und damit auch die Rabatte am höchsten", erklärt Dudenhöffer.