Detroit. GM-Vizepräsident Bob Lutz, dessen Hauptaufgabe die Beratung von Konzernchef Ed Whitacre ist, wird am 1. Mai diesen Jahres endgültig in den Ruhestand treten. Dies teilte General Motors am Mittwochabend in Detroit mit. Einen Tag zuvor hatte das Unternehmen erklärt, zum dritten Mal in fünf Monaten seine Verkäufe im prestigeträchtigen Heimatmarkt gesteigert zu haben. Allerdings hatte zugleich Ford zum ersten Mal seit Jahrzehnten in den USA wieder die meisten Verkäufe verbucht.
Lutz erklärte, der Zeitpunkt sei gut, um GM zu verlassen. Die jüngsten Verkaufserfolge für den Buick LaCrosse, den Cadillac SRX, den GMC Terrain, den Chevrolet Equinox und den Chevrolet Camaro zeigten, dass bei GM ein langfristiges produkorientiertes Denken eingesetzt habe. "Ich kann sagen, dass der Job, den ich hier vor neun Jahren angetreten habe, jetzt erledigt ist." Die Produkt-Pipeline der GM-Marken sei so stark wie nie zuvor in der Geschichte des Konzerns.
Konzernchef Ed Whitacre sagte, der Einfluss von Lutz auf Design, Produktion und Vertrieb bei GM werde noch auf Jahre hinaus zu spüren sein. GM habe enorm von der Erfahrung von Lutz profitiert.