Köln. Ford hat nach monatelangen Absatzrekorden erstmals wieder einen Rückschlag hinnehmen müssen. Im April sanken die Absätze auf den 19 wichtigsten europäischen Märkten um 21.000 Einheiten auf 101.000 Fahrzeuge, wie Ford am Freitag mitteilte. Dies entsprach einem Einbruch um 17,2 Prozent. Der Marktanteil rutschte damit europaweit um 1,1 Prozentpunkte ab auf 7,8 Prozent, denn branchenweit gingen die Absätze in Europa im April nur um 5,3 Prozent zurück.
"Wir haben im April die bewusste Entscheidung getroffen, nicht dem Markt zu folgen und zu aggressiven Marketingmaßnahmen zu greifen," sagte der europäische Marketing- und Verkaufschef von Ford, Ingvar Sviggum. Ford werde seinen Markenwert nicht durch übertriebene Verkaufsförderung herabsetzen, betonte Sviggum. Priorität für Ford habe der Ertrag, nicht das Verkaufsvolumen.
Am deutlichsten waren die Rückgänge im April in Großbritannien mit minus 5,2 Prozent. In Italien schrumpfte das Volumen um 1,4 Prozent, in Deutschland um 0,5 Prozent. Damit kam Ford in Deutschland auf einen Marktanteil von genau 7,0 Prozent. Wesentlicher Grund für die schrumpfenden Verkäufe war das Auslaufen verschiedener staatlicher Abwrackprämien-Programme in mehreren Staaten.