Büschfeld. Die SaarGummi Gruppe, Spezialist für Dichtungssysteme, wird vom Saarland mit Bürgschaften in Höhe von insgesamt 17 Millionen Euro unterstützt. Nach krisenbedingten Auftragseinbrüchen von bis zu 35 Prozent hatte das Werk 2009 deutlich rote Zahlen geschrieben. Der saarländische Wirtschaftsminister Christoph Hartmann erklärte bei einem Besuch im Hauptwerk Büschfeld, dass die Bürgschaften Teil eines Gesamtkonzeptes seien. "Damit wollen wir den Standort von SaarGummi nachhaltig sichern.“
Weiterer wesentlicher Punkt des Gesamtkonzepts ist die Verlagerung Verlust bringender Produkte aus Büschfeld zu ausländischen Tochterunternehmen. Davon sind nach vorläufiger Planung insgesamt 178 Arbeitsplätze betroffen. Für sie haben Geschäftsleitung und Betriebsrat jetzt gemeinsam einen Rahmensozialplan verabschiedet. Darüber hinaus will sich SaarGummi auf sein Kerngeschäft Automotive konzentrieren und seine Industrieaktivitäten verkaufen. Verhandlungen mit geeigneten Investoren zielen darauf ab, dass die Aktivitäten am Standort verbleiben und die Arbeitsplätze der betroffenen Mitarbeiter auf die neuen Eigentümer übergehen.