Berlin. "Wir sind spätestens im kommenden Jahr wieder auf dem Vorkrisenniveau“, so Arndt G. Kirchhoff, Vorsitzender der Geschäftsführung von Kirchhoff Automotive, zur Lage der Automobilindustrie. Ein wichtiges Element für die wieder erstarkte Position der Branche ist für ihn auch die gute Position der deutschen Hersteller und Zulieferer in den Wachstumsmärkten. So hat sich die globale Ausrichtung der deutschen Pkw-Produktion im Ausland in den vergangenen 15 Jahren verdreifacht und den Export verdoppelt.
Der Chef des Metallspezialisten aus Attendorn warnt jedoch vor Fehlern beim Gang ins Ausland. So werde von einigen Unternehmen nicht ausreichend berücksichtigt, dass auch ein Standort gewählt werden muss, an dem sich geeignetes Personal für den Zulieferer finden lässt. Zudem sollte darauf verzichtet werden, Maschinen aus den Heimatstandorten ins Ausland zu bringen. Die Erfahrung habe gezeigt, dass damit dann nur versierte Mitarbeiter umgehen können, die am Auslandsstandort aber nicht zur Verfügung stehen. So hat sich der Spezialist für Strukturteile im Auto dazu entschlossen, etwa auf dem boomenden chinesischen Markt nur Teile zu produzieren, "wozu chinesische Lieferanten nicht in der Lage sind“.