Köln. Toyota will seine Abhängigkeit von den Schwankungen der japanischen Währung Yen senken und baut deshalb seine Werke in Europa aus. Das Unternehmen werde bis Ende 2013 rund 265 Millionen Euro in die beiden Fertigungsstandorte in Großbritannien und der Türkei investieren und die Produktion neu ordnen, teilte Toyota am Donnerstag mit.
Die nächste Generation des Golf-Rivalen Auris werde in allen Antriebsversionen (Benzin-, Diesel- und Hybridmodelle) ausschließlich im britischen Burnaston vom Band laufen. Die nächste Generation einer kompakten Stufenhecklimousine hingegen werde ausschließlich im türkischen Sakarya gefertigt, wo derzeit auch der Toyota Verso produziert wird.
Bislang wird der Toyota Auris an beiden Standorten produziert. Die Änderung der Fertigungsstrategie wird auch zu einer Erhöhung des gesamten europäischen Produktionsvolumens von Toyota im C-Segment führen.
Damit folgt Toyota dem Beispiel von Ford in Europa. Die parallele Montage gleichartiger Modelle an mehreren Standorten ist wegen der doppelt erforderlichen Werkzeuge, komplexerer Lieferketten und doppelter Anlernphasen teurer als die Fertigung an nur einem Standort.