Berlin. Deutschlands Autobauer haben im Zuge der fortschreitenden Globalisierung noch erhebliche Marktchancen, sie müssen aber auch auf ihre Schwachpunkte achtgeben. "Die Achillesferse der deutschen Hersteller sind die Kleinstwagen-Modelle", sagte am Mittwoch in Berlin beim Kongress der Branchenzeitung Automobilwoche Felix Kuhnert, Partner des Beratungsunternehmens PricewaterhouseCoopers.
Selbst der jüngste VW-Coup, das neue Modell Up, sei in den meisten Wachstumsmärkten noch oft zu teuer, sagte Kuhnert vor den 300 Teilnehmern des Kongresses. Hyundai, Suzuki oder auch Honda würden vergleichbare Minis in Schwellenländern schon deutlich günstiger anbieten. Auch die für bestimmte Märkte geplante Billig-Version des Up, die nur noch knapp 7000 Euro kosten soll, könnte es schwer haben, sagte Kuhnert.
Die jüngsten Unstimmigkeiten zwischen Volkswagen und seinem japanischen Partner Suzuki machen es Volkswagen aus Sicht des Branchenexperten nicht einfacher, im wichtigen Mini-Segment zu einem globalen Anbieter zu werden. "Der 'Alto' von Suzuki-Maruti wäre sicher eine interessante Lösung für Volkswagen", sagte Kuhnert.