Friedrichshafen. "Wir erreichen 2011 mit 15,5 Milliarden Euro Umsatz einen neuen Rekordwert“, bilanziert der ZF-Vorstandsvorsitzende Hans-Georg Härter das auslaufende Jahr. "Nach 38 Prozent Umsatzwachstum im Jahr 2010 erzielen wir in diesem Jahr mit 20 Prozent Zuwachs im Gesamtkonzern erneut Wachstumsraten weit oberhalb des Branchendurchschnitts.“ Marktanteile werden dabei aber nicht nur zu Lasten der Wettbewerber gewonnen, sondern die Kunden Volkswagen, Honda und Daimler haben zuvor inhouse gefertigte Produkte an das Unternehmen vom Bodensee abgegeben. So werden für Daimler ab 2013 Handschaltgetriebe in einer Größenordnung von 90.000 Einheiten jährlich hergestellt.
Konkrete Angaben zum erwarteten Gewinn wollte Härter nicht machen, "aber wir werden ein deutlich besseres Ergebnis ausweisen als im vergangenen Jahr.“ Für Härter gibt es kein anderes Unternehmen in der Branche, "das ein derart rasantes Wachstum ausweisen kann.“ So sieht er beispielsweise das Unternehmen in den Emerging Markets auf einem erfolgreichen Weg. Begleitet wird diese Entwicklung von "einer erfolgreichen Ausweitung des Kundenportfolios."
Regional erreicht der Getriebe- und Fahrwerksspezialist die hohen Wachstumsraten vor allem in der Region Nordamerika, wo 2011 ein Umsatzplus von weit über 40 Prozent erzielt wird, und in Osteuropa mit einem Plus von mehr als 30 Prozent. Im gesamten Europa erreicht der Zulieferer Zuwächse in Höhe von knapp 20 Prozent. Die Region Südamerika bringt gut 15 Prozent Umsatzzuwachs, Asien-Pazifik entwickelt sich 2011 nach großen Steigerungsraten in den vergangenen Jahren mit knapp zehn Prozent verhaltener. Härter rechnet aber damit, dass es in den nächsten drei Jahren "wieder ein deutlich überproportionales Wachstum“ geben wird.