Saarlouis. Der Autobauer Ford plant, in seinem Werk in Saarlouis künftig weniger Autos zu bauen. Das sagte ein Ford-Sprecher der "Frankfurt Allgemeinen Zeitung". Grund dafür sei die gesunkene Nachfrage in den meisten europäischem Märkten, vor allem im Süden. Derzeit verhandelt das Unternehmen mit dem Betriebsrat über die Details. Kurzarbeit oder gar Entlassungen sind aber nicht geplant, vielmehr sollen Überstunden abgebaut und Urlaubstage vorgezogen werden. Ein weiteres Problem stellt die unerwartet hohe Nachfrage nach Diesel-Fahrzeugen dar, die derzeit nicht befriedigt werden kann.
Nach dem Anlaufen der Focus-Produktion sollen zudem 341 Leiharbeiter freigesetzt werden. Das sei ein normaler Vorgang nach dem Anlauf einer Produktion und habe nichts mit der gesunkenen Nachfrage zu tun, betonte der Hersteller. Im Werk in Saarlouis wird hauptsächlich das Modell Focus gebaut. Mit rund 6500 Beschäftigten ist es der größte Arbeitgeber im Saarland.