München. Im Juli sind in den Vereinigten Staaten insgesamt 1.059.730 Autos verkauft worden. Das entspricht einen Plus von nur einem Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat und ist weit entfernt vom starken Wachstum aus dem ersten Halbjahr. Gründe dafür sind die nach wie vor hohe Arbeitslosigkeit und die lange Unsicherheit um die Anhebung der Schuldengrenze.
Nach wie vor beliebtestes Fahrzeug ist die F-Serie von Ford, ein großer Pick-up, den in Amerika sowohl Rancher als auch Familien schätzen. Er fand im Juli 49.104 Käufer und verlor damit drei Prozent. Insgesamt konnte Ford, der zweitgrößte Hersteller in den USA, mit seinen Tochtermarken Lincoln und Mercury jedoch um sechs Prozent zulegen; ein Ergebnis, zu dem unter anderem der Escape mit 24.411 Zulassungen (plus 66 Prozent) seinen Teil beisteuerte. General Motors, nach wie vor die Nummer eins in den USA, steigerte seine Verkäufe um acht Prozent. Mit 149.005 Einheiten trug einmal mehr die Brot-und-Butter-Marke Chevrolet den Löwenanteil zum Gesamtabsatz von 214.915 Fahrzeugen bei. Die teureren Cadillacs waren weniger gefragt, ihre Verkaufszahlen sackten um 24 Prozent auf 11.119 Fahrzeuge ab. Chrysler, der kleinste der "Big Three“, konnte am meisten zulegen und verkaufte mit 112.026 Autos stolze 20 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Meistverkauftes Modell war auch hier ein Pick-up, der Dodge Ram, mit 20.311 Einheiten, gefolgt von 14.355mal verkauften Jeep Wrangler.Geringes Wachstum in den USA
Der Automarkt in den USA ist im Juli nur langsam gewachsen. Im Vergleich zum Juli 2010 sind nur ein Prozent mehr Pkw und leichte Nutzfahrzeuge verkauft worden. Die deutschen Hersteller konnten jedoch teilweise deutlich zulegen.
Deutsche Hersteller konnten zulegen
Die deutschen Hersteller konnten im Juli alle zulegen: Porsche schaffte mit 2768 Neuwagen einen Zuwachs von zwei Prozent, wozu der Cayenne mit 1342 Einheiten fast die Hälfte beisteuerte. Audi kam auf 9146 verkaufte Fahrzeuge und erreichte damit ein Plus von 17 Prozent. Mit 2274 Exemplaren war der A4 das gefragteste Modell. Die Marke VW verkaufte 29.066 Fahrzeuge (plus 22 Prozent), wovon allein 15.713 (plus 51 Prozent) auf die Stufenheck-Limousine Jetta entfielen.
Bei Daimler konnte man ein Wachstum um 13 Prozent auf 21.069 Autos verkünden. Allein die Marke Mercedes-Benz ist dabei allerdings für 20.738 Zulassungen verantwortlich. Die Tochtermarken machten dem Management weniger Freude: Smart erzielte mit 327 Einheiten ein Minus von 42 Prozent, für einen Maybach entschieden sich vier Kunden, was einen Rückgang um zwanzig Prozent bedeutete. Mehr Erfolg hatte BMW: Insgesamt verkaufte der Premiumhersteller aus München 26.164 Autos (plus zwölf Prozent). Dazu trug die Marke BMW 21.409 Verkäufe bei (ebenfalls plus 12 Prozent). Beliebtestes Modell war mit 8640 Einheiten der Dreier. Einen schweren Einbruch der Verkaufszahlen mussten die japanischen Marken hinnehmen: Honda verlor 28 Prozent und konnte nur noch 80.502 Wagen absetzen, Toyota musste mit 130.802 Einheiten einen Absatz-Rückgang von 23 Prozent verkraften. Das lag aber nicht daran, dass die Nachfrage so stark nachgelassen hätte, sondern daran, dass die Hersteller aufgrund der Produktionsausfälle als Folge des Erdbebens nicht liefern konnten. (Foto: Ford)
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