Köln. Toyota hat in Deutschland auch finanziell ein rabenschwarzes Geschäftsjahr hinter sich: Die Verluste verdreifachten sich. Das zeigt der in der Nacht zum Freitag veröffentlichte Geschäftsbericht der Toyota Deutschland GmbH (TDG) für das Geschäftsjahr 2010/11 (per Ende März).
Für das laufende neue Geschäftsjahr 2011/12 sowie für das kommende Geschäftsjahr 2012/13 zeigen sich Toyota-Deutschlandchef Ulrich Selzer und der Präsident des Unternehmens, Toyhiaki Yasuda, jedoch wieder leidlich optimistisch. Sie erwarten für beide Geschäftsjahre ein ausgeglichenes Ergebnis.
Voraussetzung dafür sei allerdings, dass es in den Toyota-Werken nicht zu längeren Produktionsunterbrechungen in Folge des Japan-Erdbebens und den damit verbundenen Lieferengpässen komme, hob das Unternehmen hervor. Bedingung sei auch, dass der Toyota-Konzern weiter seine vereinbarten "Unterstützungsleistungen" an die deutsche Importgesellschaft zahle.
Die Umsatzerlöse schrumpften im abgelaufenen Geschäftsjahr von 1,7 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2009/10 auf 1,45 Milliarden Euro. Unter dem Strich erhöhte sich der Bilanzverlust von 7,45 Millionen Euro auf 21,65 Millionen Euro.
Der Betriebsverlust, der die eigentlichen Absatzerlöse den Kosten der Betriebsführung gegenüberstellt, verschlechterte sich beträchtlich von 4,0 Millionen Euro auf 13,94 Millionen Euro.
Toyotas Marktanteil in Deutschland schrumpfte im vergangenen Jahr auf 2,7 Prozent - 2006 hatte er noch bei 4,3 Prozent gelegen. Im ersten Halbjahr diesen Jahres schrumpfte der Anteil weiter auf 2,5 Prozent.