Flensburg. Die Kauflaune der Deutschen ist ungetrübt: Der Euro-Krise zum Trotz kauften sie im November 269.144 Neuwagen, 2,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und sogar 4,2 Prozent mehr als im Oktober. Im bisherigen Jahr steht die Zählung damit bei 2,93 Fahrzeugen. Für das Gesamtjahr erwartet das Kraftfahrzeug-Bundesamt (KBA) 3,2 Millionen Neuwagen, was einem Zuwachs von zehn Prozent gegenüber 2010 entspräche.
Auffällig waren im November sowohl der mit 62,7 Prozent ungewöhnlich hohe Anteil der gewerblichen Zulassungen als auch die Tatsache, dass mit 135.194 erstmals mehr Fahrzeuge mit Dieselmotor als mit Benziner zugelassen wurden. Die Elektrofahrzeuge fristeten trotz der großen öffentlichen Aufmerksamkeit mit 83 Neuzulassungen nach wie vor ein Schattendasein.Nach wie vor sind größere Fahrzeuge gefragt: Die Geländewagen legten um 7,1 Prozent zu, große Vans fanden 14,2 Prozent mehr Käufer und im Vergleich zum Oktober 2010 wurden 14,9 Prozent mehr Oberklasse-Fahrzeuge abgesetzt. Die Kleinstwagen verloren dagegen 22 Prozent. Stark zulegen konnten vor allem VW (plus 14,3 Prozent), Audi (plus 9,3 Prozent) und Ford (plus 8,4 Prozent). Stärkster Importeur ist nach wie von Renault/Dacia mit einem Zuwachs von 25,1 Prozent im Vergleich um Vorjahresmonat. Die koreanische Marke Kia verbesserte ihren Absatz m 77,8 Prozent. Mit einem Zuwachs von 15,6 Prozent ist auch der Nutzfahrzeugmarkt weiter auf Wachstumskurs. (Foto: Volkswagen)Kein Zeichen von Krise
Die Euro-Krise beherrscht die Schlagzeilen, aber die Absatzzahlen in Deutschland steigen weiter. Um 2,6 Prozent legten die Verkäufe im November im Vergleich zum Vorjahresmonat zu. Für das Gesamtjahr sieht die Bilanz sogar noch besser aus.
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