Nanterre/Auburn Hills. Im Rahmen seiner Wachstumsstrategie in Nordamerika und der langjährigen Partnerschaft mit dem US-Autobauer Ford kündigte der Zulieferer Faurecia am Donnerstag den Erwerb des Werks für Innenraumkomponenten in Saline, Michigan (USA) an, das derzeit von der Automotive Components Holdings, LLC (ACH) betrieben wird. Mit dieser Akquisition will Faurecia, eigenen Angaben zufolge weltweit bereits führender Anbieter von Komponenten für Innenraumsysteme, in Nordamerika zur Nummer 1 für Innenraumraumsysteme werden. Das von Faurecia zu akquirierende Werk in Saline erzielt mit Cockpit-Modulen, Instrumententafeln, Türverkleidungen und Mittelkonsolen für zwölf Fahrzeugprogramme, die in acht Fordwerken in ganz Nordamerika montiert werden, einen Jahresumsatz von 1,1 Milliarden US-Dollar (835 Millionen Euro).
Parallel zum Erwerb von Saline wird Faurecia ein neues Joint-Venture mit Rush Group Ltd. eingehen, die zur Rush Group und damit zu einem der größten Unternehmen in ganz Nordamerika gehört, welches sich in Hand von amerikanischen Ureinwohnern und unter weiblicher Führung befindet. Das Joint-Venture namens Detroit Manufacturing Systems (DMS) wird in einer neuen Anlage in Detroit Innenausstattungskomponenten im Spritzgussverfahren und Just-in-Sequence herstellen und montieren. Die Rush Group wird die Mehrheit des Kapitals halten und das Management von DMS übernehmen, während Faurecia – mit 45 Prozent des Kapitals – sein Know-how in Technik und Herstellung in das Joint-Venture einbringen wird. Das Saline-Werk wird sich daher in Zukunft auf Kerntechnologien wie Spritzguss, Hautverkleidung und Schaumstoffverarbeitung konzentrieren und jährlich Umsätze von annähernd 400 Millionen US-Dollar (300 Millionen Euro) erwirtschaften.