Genf. Die strategische Allianz zwischen General Motors und PSA bedeutet eine Zäsur für die zahlreichen Kooperationen von PSA mit BMW, Toyota und Mitsubishi. Zwar sehen derzeit noch alle Beteiligten keine unmittelbaren Auswirkungen, doch mittelfristig könnte das eine oder andere Projekt beendet werden.
Besonders wenig Aussicht auf eine Weiterführung hat die Plattform-Kooperation zwischen PSA und Mitsubishi, aber auch die Zusammenarbeit mit Toyota im Bereich der Kleinstwagen könnte in Frage gestellt werden. Zur Frage, ob die Modelle Peugeot 107 und Citroen C1, die auf der Plattform des Toyota Aygo beruhen, auch in ihrer nächsten Modellversion gemeinsam mit Toyota entstehen werden, wollte sich PSA-Chef Philippe Varin bei der Automobilmesse in Genf vor Journalisten nicht äußern.
Mithilfe der Zusammenarbeit mit Mitsubishi hatte PSA zuletzt seine Lücke im SUV-Segment schließen können. Der Peugeot 4008 und der Citroen C-Crosser beruhen auf der Plattform des Mitsubishi Outlander. Der in Genf erstmals gezeigte Kompakt-SUV Citroen-C4-Aircross fußt seinerseits auf dem neuen Mitsubishi ASX. Möglicherweise werden dies die letzten Kooperationsprojekte zwischen PSA und den Japanern sein. Varin wich auch in dieser Frage einer eindeutigen Antwort aus: "Wir können die Situation noch optimieren," sagte er lediglich mit Blick auf Mitsubishi.
Varin sprach inzwischen nach eigenen Angaben mit BMW-Vorstandschef Norbert Reithofer über mögliche Konsequenzen. "Ich habe mit Norbert darüber diskutiert," sagte er. Zu Ergebnissen der Gespräche äußerte er sich aber nicht. PSA hat mit BMW eine Motoren-Kooperation und betreibt ein Gemeinschaftsunternehmen, das Hybridkomponenten herstellt.
Reithofer zeigte sich an anderer Stelle in Genf gelassen: "Das wird durch die Entscheidungen von GM und PSA nicht beeinträchtigt", sagte er zu der Zusammenarbeit mit PSA.