Köln. Neben Opel hat auch Ford in diesem Jahr Kurzarbeit anberaumt - inzwischen aber denkt der Autobauer darüber nach, die bereits im Frühjahr geplante Kurzarbeit geringfügig zu verringern. Statt der für September geplanten vier Kurzarbeitertage werde womöglich nur an drei Tagen kurzgearbeitet, sagte eine Sprecherin des Unternehmens am Donnerstag der Automobilwoche.
"Es könnte sein, dass wir in der Fiesta-Produktion die Kurzarbeitertage wie schon im Juni auf drei verringern statt der ursprünglich geplanten und beantragten vier Tage", sagte die Sprecherin. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen und hänge von der sich laufend verändernden Marktlage ab.Bereits im Frühjahr hatte Ford je vier Tage Kurzarbeit für den Mai und Juni beantragt, aber davon nur sieben Tage in Anspruch genommen. Nach den am Mittwoch beendeten Sommerferien in Nordrhein-Westfalen wollte Ford ursprünglich weitere vier Kurzarbeitertage vornehmen. In Köln wird der Fiesta in drei Schichten gefertigt.Ford: Offenbar weniger Kurzarbeit als geplant
Ford denkt bei seiner Fiesta-Produktion in Köln an eine mögliche Verkürzung der schon im Frühjahr geplanten Kurzarbeit. Statt an vier Tagen werde im September womöglich nur an drei Tagen kurzgearbeitet, sagte eine Sprecherin der Automobilwoche.
Produktionsvolumen in Saarlouis nur noch auf Vorjahresniveau geplant
Im Werk Saarlouis, wo alle Focus-Varianten gebaut werden und zur Zeit auch noch die Produktion des ersten Kuga-Modells ausläuft, soll jedoch nicht kurzgearbeitet werden. Das Werk ist im Dreischicht-Betrieb ausgelastet. Allerdings wurde intern die Produktionsplanung für das Gesamtjahr 2012 reduziert. "Wir planen nun, in Saarlouis auf ein Produktionsvolumen wie im Vorjahr zu kommen," sagte die Sprecherin. Zu Jahresbeginn hatte Ford noch damit gerechnet, dass der nagelneue Focus zu einem erhöhten Produktionsvolumen in Saarlouis führen würde.
Weitere Maßnahmen neben der Kurzarbeit und dem jederzeit üblichen Absenken der Tagesproduktion durch Freischichten und eine langsamere Bandgeschwindigkeit sind nach Angaben von Ford-Deutschlandchef Bernhard Mattes derzeit nicht geplant. "Damit konnte die Produktion der Nachfrage angepasst werden," sagte Mattes der Zeitschrift "Auto Motor Sport" (Donnerstagausgabe).
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