Köln. Ford reagiert mit einer weiteren Kapazitätsverringerung auf die abflauende Autokonjunktur in Europa. Im Werk Genk werde der Hersteller in diesem Jahr zusätzlich zur bereits geltenden Vier-Tage-Woche im Schnitt einen weiteren Tag weniger pro Monat arbeiten, sagte am Mittwoch ein Sprecher von Ford of Europe.
Am 20. Februar werde das Werk fünf Tage am Stück schließen, so der Sprecher. Dieser Zeitraum sei wegen der dann stattfindenden belgischen Schulferien so gewählt worden. Betroffen sind die rund 4500 Mitarbeiter im Montagewerk.
Im Werk Genk produziert Ford seine größeren Modelle auf der C/D-Plattform, den Mondeo, den S-Max und den Galaxy.
Am vergangenen Freitag hatte Ford für seine Europaaktivitäten im vierten Quartal einen operativen Verlust von 189 Millionen Dollar im Jahr 2011 bekannt gegeben gegenüber einem Minus von 51 Millionen Dollar im Vorjahr. Vor allem gestiegene Materialkosten machten dem Hersteller nach eigenen Angaben zu schaffen.Die Verkaufszahlen in Europa sanken im vierten Quartal um 6000 Einheiten auf 391.000. Auch für die Regionen Asien, Pazifik und Afrika sowie für Südamerika meldete das Unternehmen leicht schwächere Absatzzahlen.
Im Gesamtjahr verbuchte Ford in Europa ein Minus von 27 Millionen Dollar nach einem Gewinn von 182 Millionen Dollar im Jahr zuvor. In Gesamt-Europa (Euro 51 Märkte) verkaufte Ford 1,57 Millionen, 2,4 Prozent mehr als in 2010. (Foto: Ford)