Lippstadt. Der Licht- und Elektronikspezialist Hella will sein Engagement in China weiter forcieren. "Im Rahmen unseres neu gegründeten Joint Ventures werden wir mehrere Werke in China bauen“, erklärte Rolf Breidenbach, Vorsitzender der Geschäftsführung, gegenüber Automobilwoche. Das Hella-Tochterunternehmen Hella Shanghai Electronics hatte erst vor zwei Wochen gemeinsam mit Fayway, einem chinesischen Spezialisten für Kfz-Teile und Zubehör, das Gemeinschaftsunternehmen Changchun Fayway Automobile Components gegründet. In Changchun sollen künftig Beleuchtungssysteme für den chinesischen Markt entwickelt und produziert werden. Das Startkapital des Joint Ventures liegt bei rund 25 Millionen Euro. Größter Kunde ist zunächst der chinesische Fahrzeugbauer FAW. Im Geschäftsjahr 2010/2011 (endete am 31. Mai) hatten die Lippstädter einen Umsatz von 4,4 Milliarden Euro erzielt. Rund sechs Prozent davon entfielen auf China.
Einer der wichtigen Treiber des Hella-Geschäfts werden nach Angaben Breidenbachs LED-Anwendungen sein. "LED-Scheinwerfer werden künftig vom Premium- bis zum Low-Cost-Fahrzeug eingesetzt.“ Der Unternehmenslenker rechnet damit, dass LED-Lichtsysteme in etwa vier Jahren das gleiche Preisniveau wie konventionelle Halogen-Systeme erreicht haben könnten. Derzeit seien LED-Systeme noch etwa um den Faktor drei teurer. Zu den Stärken der LEDs zählt er hohe Zuverlässigkeit, eine gute CO2-Effizienz und mehr Designfreiheit bei der Gestaltung von Scheinwerfern. Für das Jahr 2020 hält er weltweit eine LED-Ausrüstungsquote von 70 Prozent für möglich. Derzeit liegt diese bei weniger als fünf Prozent. (Foto: Hella)