München. Elf Jahre lang war Lexus die führende Premiummarke in den USA. 2011 hat es BMW erstmals an die Spitze geschafft. Die Münchner wollen ihre Position verteidigen, doch neben Lexus drängt auch Mercedes mit Macht auf mehr Verkäufe. Um den prestigeträchtigen Titel des führenden Nobelherstellers zu ergattern, liefern sich die drei Marken einen harten Kampf.
Lexus hat als Erster die Zahl seiner Kaufanreize deutlich ausgeweitet: Bei den Autos stieg die Zahl der sogenannten "Incentives" um 54 Prozent, bei den SUVS sogar um 60 Prozent. Das berichtet der "San Francisco Chronicle" auf seiner Website. Mercedes hat die Zahl der Sonderaktionen und Nachlässe im Vergleich zum Vorjahr um elf Prozent erhöht und BMW immerhin noch um 6,9 Prozent. Zum Vergleich: Im Gesamtmarkt stieg die Zahl nur um 2,2 Prozent."Wir haben diese drei Marken, die alle sehr dicht beieinander liegen und das erzeugt einen ungeheuren Preisdruck", erklärt Tom Libby, der führende Nordamerika-Analyst des Marktforschungsinstituts Polk. Im Mai lag Mercedes beim Absatz mit 24.556 Fahrzeugen vor BMW mit 22.168 und Lexus mit 21.463. Auch mit Blick auf den bisherigen Jahresverlauf führt die Marke mit dem Stern mit 113.507 verkauften Autos von BMW mit 104.779 und Lexus mit 88.110. Alle drei Marken sind stärker gewachsen als der Gesamtmarkt. Audi liegt deutlich zurück und setzte im Mai in den USA 11.503 Fahrzeuge ab.Die Japaner sehen nach eigenen Angaben nur wenig Chancen, in diesem Jahr die Krone der Premiumhersteller zurück zu erobern. Das Absatzziel liegt in diesem Jahr bei 250.000 Fahrzeugen und damit weniger als ein Prozent über dem Ergebnis, das BMW im vergangenen Jahr erzielte. Die Verkaufszahlen der Münchener sind dieses Jahr bisher um 14 Prozent gewachsen.