Stuttgart. Porsche plant eine deutliche Erweiterung seines weltweiten Händlernetzes, vor allem in den Wachstumsmärkten. “In den sogenannten schnell wachsenden Marktregionen wollen wir unsere Präsenz ausweiten”, sagte Porsche-Vertriebsvorstand Bernhard Maier der Nachrichtenagentur dapd. “Wir haben aktuell 750 Porsche-Zentren und wollen Ende des Jahrzehnts in etwa auf 1000 kommen.”
Im Fokus stehen die sogenannten BRIC-Staaten, also Brasilien, Russland,Indien und China. “Aber auch andere Märkte wie Südkorea oder Taiwan haben ein enormes Wachstumspotenzial in den letzten Jahren gezeigt”, sagte Maier. Der Ausbau des Händlernetzes ist Teil der "Strategie 2018“ des Herstellers, mit deren Hilfe Porsche bis zum Jahr 2018 seine jährliche Produktion auf 200000o Fahrzeuge steigern will. Im vergangenen Jahr lag der Wert bei 116.978 Autos. Maier macht sich keine Sorgen, weil die Wirtschaft in China inzwischen langsamer wächst als in den vergangenen Jahren: “Es ist völlig klar, dass diese Wachstumsdynamik, die wir in China beispielsweise von 2009 auf 2010 gesehen haben, nicht auf alle Ewigkeit fortgeführt werden kann”, sagte er. Dennoch setzt er weiterhin auf das Reich der Mitte und will die Zahl der Porsche-Zentren dort in diesem Jahr von 40 auf 60 steigern.Porsche will präsenter werden
Eine weitere wichtige Rolle spielt in diesem Zusammenhang die Erweiterung der Modellpalette: 2013 soll das Kompakt-SUV Macan auf den Markt kommen. “Wir wollen mit bestehenden aber auch neuen Produkten in neue Märkte und Segmente vorstoßen und neue Kundenkreise für uns erschließen”, sagte Maier.
Die Vorbestellungen für den neuen Boxster liegen seinen Angaben zufolge über den Erwartungen. “Den Einstieg in die Marke bietet heute der Boxster und in Zukunft wird das auch der Macan sein”. In der Umsatzrendite soll aber auch das günstigste Porsche-Modell nicht hinter den anderen zurückbleiben: Porsche gilt als einer der profitabelsten Autobauer der Welt und strebt eine Marge von 15 Prozent an. “Wir haben ein klares Ziel: nachhaltiges Wachstum. Das heißt auch, dass jedes Projekt die Zielrendite erwirtschaftet”, betonte er Vertriebschef. (Foto: Porsche)