Hangzhou. Der amerikanische Autobauer Ford baut für 760 Millionen Dollar (umgerechnet rund 579 Millionen Euro) ein neues Werk in Hangzhou, der Hauptstadt der Provinz Zhejiang im Südosten Chinas. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, soll damit die jährliche Produktionskapazität des Herstellers in China ab 2015 um 250.000 Fahrzeuge steigen. Mit dem Bau soll noch in diesem Jahr begonnen werden.
Erst vor zwei Wochen hatte Ford angekündigt, auf seinem Gelände in Chongqing im Südwesten Chinas für 600 Millionen Dollar (etwa 457 Millionen Euro) eine dritte Werkshalle bauen zu wollen. Damit hat Ford inzwischen acht neue Fabriken in Asien angekündigt, teilweise wurde bereits mit dem Bau begonnen. Ford sieht die Fabriken als Voraussetzung, um seinen Erfolg in Asien für die kommenden Jahre zu sichern. Nach Schätzungen des Herstellers werden die Verkäufe an die Industrie in China von 18,5 Millionen im vergangenen Jahr bis 2020 auf 30 Millionen Fahrzeuge steigen.«Diese Expansion wird uns dabei helfen, bis Mitte des Jahrzehnts bei den weltweiten Verkäufen um 50 Prozent zu wachsen - auf jährlich ungefähr acht Millionen Fahrzeuge», sagte Asienchef Joe Hinrichs am Donnerstag. «Der chinesische Automarkt bleibt einer der aufregendsten in der Welt», erklärte Landeschef Dave Schoch vor der Eröffnung der Messe Auto China kommende Woche. Bis 2020 soll ein Drittel des Absatzes auf die Regionen Asien-Pazifik und Afrika entfallen.
Bisher produziert Ford in China die Modelle Fiesta, Focus, Mondeo und weitere Limousinen in Kooperation mit dem chinesischen Autobauer Chongqing Changan und dem japanischen Hersteller Mazda. Ford ist erst relativ spät nach China gekommen und liegt weiter hinter General Motors und VW zurück. Im vergangenen Jahr setzte Ford 320.658 Fahrzeuge in China ab. Volkswagen verkaufte 2,26 Millionen, General Motors brachte es auf 2,55 Millionen Autos. (Foto: Ford)