Köln. Ford-Chef Stephen Odell ist optimistisch, dass Ford in diesem Jahr trotz ungewisser Rahmenbedingungen und Befürchtungen um einen branchenweiten Abwärtstrend seine Verkäufe weiter steigern wird.
Ford habe keine Pläne, die vorhandenen Kapazitäten in Europa zu verringern, betonte Odell im Gespräch mit der Automobilwoche. "Trotz der erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen, die wir 2011 alle erlebt haben und die uns auch 2012 beschäftigen werden, bin ich absolut optimistisch für Ford.“ Grund dafür seien in erster Linie die neuen Produkte und Technologien, die Ford 2012 auf den Markt bringen werde.
"Unserer Kapazitätsauslastung liegt in Europa bei über 90 Prozent im Zwei-Schicht-Betrieb. Das ist höher als der Branchendurchschnitt“, erklärte Odell. Ford werde wie geplant die neue Fertigung der Dreizylinder-Motoren in Köln hochfahren und auch die Fertigung des neuen B-Max im rumänischen Craiova starten. "Dort wollen wir im zweiten Quartal starten und peilen das Hochfahren bis zur Jahresmitte an.“
Ursprünglich wollte Ford dort schon zu Jahresbeginn die Serienfertigung starten. Wann in Craiova auch zusätzlich die geplante Motorenfertigung der Dreizylinder starten soll, ließ Odell offen. Dies hänge von der Gesamtkonjunktur, vom Erfolg des neuen B-Max und auch vom Ausmaß der Erholung in Russland ab.