Dearborn. Ford hat im vierten Quartal 2011 unter steigenden Materialkosten und erneuten Verlusten in Europa und Asien gelitten. Der operative Gewinn sank um 189 Millionen Dollar auf 1,1 Milliarden Dollar, wie Ford am Freitag mitteilte. Pro Aktie verdiente Ford mit 20 Cent fünf Cent weniger als von Analysten erwartet. Die Ford-Aktie verlor deshalb vorbörslich um fast fünf Prozent.
Auf Jahressicht verbuchte Ford dagegen eine regelrechte Gewinnexplosion auf 20,2 Milliarden Dollar, was aber zum allergrößten Teil auf einen geänderte Rechnungslegung im Schlussquartal zurückzuführen war. Der Nettogewinn kletterte nämlich im vierten Quartal einmalig auf 13,6 Milliarden Dollar, satte 13,4 Milliarden mehr als im Vorjahr.
Wegen dieses besonderen Jahres-Ergebnisses schüttete Ford bereits im Dezember einen ersten Teil einer Sonderzahlung in Höhe von 3750 Dollar an die 41.600 Mitarbeiter in den USA aus. Eine zweite Tranche in Höhe von 2450 Dollar soll noch rückwirkend für das zweite Halbjahr 2011 im kommenden März folgen.
"2011 markiert einen Meilenstein auf unserem Weg zu einer starken Bilanz", sagte Finanzchef Lewis Booth. "Wir haben die Barreserven im Automobilgeschäft erhöht, die Schulden verringert und die Liquidität verbessert. Das hat den Weg frei gemacht für eine Rückkehr zu vierteljährlichen Dividenden." (Foto: Ford)