Köln. Die Ford Motor Company plant schon im nächsten Jahr komplette Fahrzeuge aus europäischer Produktion auf dem heimischen US-Markt anzubieten. Damit könnte das Unternehmen seine Modellpalette in den USA rasch um sparsamere und kleinere Autos erweitern. Zudem ist geplant, dass die Europäer moderne Plattformen liefern sollen, auf deren Grundlage in den USA attraktivere Modelle entwickelt werden sollen.
Der neue Ford-Chef Alan Mulally sei sehr an den sparsameren europäischen Modellen interessiert und wolle mehrere Versionen der in Europa entwickelten C-Plattform in die USA bringen, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Ford-Mitarbeiter. Nicht mehr in Betracht gezogen werde dagegen die Einführung des S-Max in den USA. Im Januar hatte Mulally noch erklärt, dies zu prüfen. Die Produktion des S-Max in Europa ist jedoch zu teuer, stellte sich inzwischen heraus.
Mulally habe die Idee, zumindest für eine Übergangszeit von drei bis vier Jahren komplette europäische Fahrzeuge in die USA zu liefern, sagten mit der Angelegenheit vertraute Ford-Mitarbeiter. "Vor allem die C-Plattform ist im Gespräch." Auf der C-Plattform beruhen der Kompaktwagen Focus und der C-Max sowie auch der im kommenden Frühjahr auf den Markt kommende Kompakt-SUV namens Kuga, der im deutschen Werk Saarlouis produziert wird. Ein Sprecher von Ford of Europe wollte sich nicht dazu äußern. "Wir nehmen grundsätzlich nicht Stellung zu künftigen Strategien und Produktplänen," sagte er."