Leipzig. Die deutsche Automobilbranche erwartet von der Politik zusätzliche steuerliche Förderpakete für Erdgasfahrzeuge. Die alternative Antriebsart habe Zukunft, sagte der Präsident des Verbandes der Importe von Kraftfahrzeugen VDIK, Volker Lange, am Freitag beim Pressetag der Leipziger Automobilmesse AMI. Die Hersteller brauchten allerdings Planungssicherheit, damit sich ihre Investitionen amortisierten. Lange warnte davor, bestehende Förderungen zu kürzen. "Das sind keine Subventionen, sondern eine Investition des Staates in eine umweltgerechte Zukunft", sagte der Verbandschef. Mobilität müsse auch künftig bezahlbar sein.
Nach den Angaben des Trägerkreises Erdgasfahrzeuge fahren derzeit fast 35.000 Erdgasautos über die Straßen. Darunter sind 1100 Omnibusse und 4000 Lastkraftwagen. Derzeit gibt es bundesweit 650 Erdgastankstellen. Ihre Zahl soll bis 2007 auf 1000 steigen. Derzeit werden 30 verschiedene Fahrzeugmodelle mit Erdgasantrieb angeboten. Auf der AMI präsentieren sich zahlreiche Hersteller auch mit ihren Erdgasmodellen. Ford zeigt die Konzeptstudie des Ford CNG, VW hat die Studie eines neuen Motors mitgebracht. dpa