Wolfsburg. Volkswagen-Arbeitsdirektor Horst Neumann drückt bei den Gesprächen mit der IG Metall über die Sanierung der Kernmarke aufs Tempo. "Wir müssen bald in ernsthafte Verhandlungen eintreten, weil wir unter großem Zeitdruck stehen", sagte Neumann am Mittwoch vor Beginn des zweiten Sondierungsgespräches, das am Abend in Wolfsburg beginnen sollte. Zur Begründung nannte er Entscheidungen für Produkte und Komponenten und – damit verbunden – für Investitionen und Standorte. Neumann: "Wir müssen also gründlich und hart im Detail, aber zugleich zügig miteinander reden."
Im Ringen um die Restrukturierung der Traditionsmarke VW will die IG Metall einen umfangreichen Forderungskatalog vorlegen. Bei einem ersten Sondierungsgespräch am 12. Juni hatte die VW-Führung eine Abschaffung der Vier-Tage-Woche und die Rückkehr zur 35-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich gefordert. Die Gewerkschaft hatte dies zurückgewiesen. (dpa-AFX/tb)