München. Der Autobauer BMW hat nach Einschätzung von Analysten im zweiten Quartal wegen der hohen Nachfrage Umsatz und Gewinn erneut ausgebaut. Die Jahresprognose sollte BMW nach einhelliger Meinung der Experten trotz eines schwächeren Absatzwachstums im Juni – sowie hoher Rohstoff- und Spritpreise erfüllen. BMW legt an diesem Mittwoch (2. August) seine Zahlen für das zweite Quartal vor.
BMW-Chef Helmut Panke hatte zuletzt Mitte Juli die Erwartungen bestätigt. So soll das Ergebnis vor Steuern (EBT) von 3,287 Milliarden Euro im Vorjahr auf vier Milliarden Euro klettern. Der Absatz soll erneut auf Rekordniveau steigen, nachdem 2005 1,3 Millionen Fahrzeuge verkauft worden waren. Im nächsten Jahr soll dann die Marke von 1,4 Millionen und 2010 von 1,6 verkauften Millionen Fahrzeugen fallen. Im Schnitt gehen die elf von dpa-AFX befragten Analysten von einem Umsatzanstieg von 12,159 auf 12,920 Milliarden Euro aus. Der Gewinn vor Steuern (EBT) wird bei 1,024 Milliarden Euro nach 916 Millionen im Vorjahreszeitraum gesehen. Unterm Strich soll der Gewinn von 663 auf 697,1 Millionen Euro klettern.
Die wichtigste Sparte Automobile soll dabei einen Umsatz in Höhe von 12,481 Milliarden Euro (VJ: 11,911 Milliarden) beisteuern. Das Vorsteuerergebnis dürfte hier von 808 auf durchschnittlich 849,2 Millionen Euro klettern. Gerechnet aufs erste Halbjahr ergibt sich ein Umsatzwachstum von 22,516 auf 24,538 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Steuern dürfte von 1,728 auf 2,320 Milliarden Euro wachsen, der Überschuss von 1,182 auf 1,645 Milliarden Euro. Im Juni hatte sich das Wachstum des Autobauers verlangsamt. So kletterten die Verkäufe der BMW Group mit den Auto-Marken BMW, Mini und Rolls-Royce um 1,0 Prozent auf 130.530 Fahrzeuge. Im ersten Halbjahr lag das Wachstum dank eines starken Starts in das Jahr aber noch bei 8,0 Prozent. Absatzrückgänge verbuchte die Kleinwagenmarke Mini. Hier sanken die Verkäufe im Juni um 4,2 Prozent auf 18.817 Autos. In den ersten sechs Monaten lag das Minus bei 6,5 Prozent (101.063).
Insgesamt dürfte der Absatz in diesem Jahr um rund 20.000 auf 180.000 Einheiten sinken. BMW begründet dies mit dem Ausbau der Mini-Fabrik im britischen Oxford. Bis 2008 soll der Absatz dank eines überarbeiteten Modells aber wieder kräftig auf 240.000 Autos pro Jahr anziehen. Außerdem soll nach dem Mini und dem Mini Cabrio 2008 auch ein Mini-Kombi namens "Clubman" auf den Markt kommen. (dpa-AFX/tb)