Seoul. Der Chef des größten südkoreanischen Autokonzerns Hyundai Motor, Chung Mong Koo, ist am Montag bei der Anklagebehörde zu einem Verhör zu angeblichen Schmiergeldzahlungen erschienen. Nach der Ankunft bei der Obersten Staatsanwaltschaft in Seoul versprach Chung, mit den Ermittlern zusammenarbeiten zu wollen. Auch entschuldigte er sich vor laufender Kamera erneut bei der Bevölkerung.
Chung steht im Verdacht, zusammen mit seinem Sohn und Präsidenten des zur Hyundai Motor-Gruppe gehörenden Herstellers Kia Motors, Chung Eui Sun, eine maßgebliche Rolle beim Anlegen von schwarzen Kasse über Tochterfirmen des Konzerns gespielt zu haben. Aus diesen Geheimfonds sollen in den vergangenen Jahren hohe Geldbeträge an Regierungsbeamte, Politiker und Bankmanager geflossen sein.
Die Firmen sollen sich dabei Lobbyisten bedient haben, um Einfluss auf die Regierung zu Gunsten der Konzerninteressen zu gewinnen. Auch wird untersucht, ob Chung durch illegale Transaktionen die Übertragung der Konzernkontrolle an den Sohn gefördert hat. Chung Eui Sun hatte sich bereits in der vergangenen Woche den Fragen der Ermittler stellen müssen. (dpa/feb)