Detroit. Der angeschlagene amerikanische Automobilzulieferer Delphi hat Details seines Sanierungsplans vorgestellt. Demnach sollen Produktlinien außerhalb des Kerngeschäfts verkauft oder abgewickelt werden, Stellen gekürzt und weitere Verhandlungen mit der Gewerkschaft UAW und General Motors geführt werden, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Gleichzeitig sollen Pensionsvereinbarungen bis Ende 2006 eingefroren werden. Delphi strebt die Auflösung von Lieferverträgen mit General Motors an. Überdies will der Zulieferer seine Tarifverträge aufkündigen.
Die unter Gläubigerschutz stehende Delphi hatte ihren Mitarbeitern bereits damit gedroht, den gültigen Tarifvertrag durch das Konkursgericht kassieren zu lassen, um Lohnkürzungen durchzusetzen. Zu den Sparten, die Delphi bis zum 1. Januar 2008 einstellen oder verkaufen will, gehören Bremsen, Katalysatoren, Kugellager und Armaturen. Das Unternehmen rechnet damit, im ersten Halbjahr 2007 aus der Insolvenzverwaltung entlassen zu werden. (dpa)