Van Buren Township. Der amerikanische Autozulieferer Visteon hat im ersten Quartal 2006 schwarze Zahlen geschrieben. Das Unternehmen, die ehemalige Autoteile-Sparte von Ford, verdiente drei Millionen Dollar (2,4 Millionen Euro) oder zwei Cent je Aktie. Visteon hatte im entsprechenden Vorjahresabschnitt einen Verlust von 163 Millionen Dollar oder 1,30 Dollar je Aktie verbucht. Dies hat Visteon am Dienstag mitgeteilt.
Der Umsatz schrumpfte massiv auf drei (Vorjahresvergleichszeit: fünf) Milliarden Dollar. Dies war hauptsächlich auf die Abgabe von 23 Visteon-Betrieben an die von Ford geführte Gesellschaft Automotive Components Holdings LLC zurückzuführen. Visteon hatte viele verlustbringende Betriebe im Oktober 2005 an die Ford-Gesellschaft übertragen. Ford hatte damit seiner schwer angeschlagenen ehemaligen Teilesparte Beistand geleistet.
Visteon hat nach Angaben von Konzernchef Michael F. Johnston solide Fortschritte bei der Restrukturierung gemacht. Der Dreijahresplan gewinne an Fahrt. Es bleibe allerdings noch viel zu tun. Visteon erwartet vor Steuern und Zinsen und unter Ausklammerung von Sonderfaktoren wie Restrukturierungsbelastung en für das Gesamtjahr einen Gewinn von 120 bis 150 Millionen Dollar. (dpa-AFX/mm)