Wolfsburg/Hannover. Die IG Metall hat am Dienstag über ihre Haltung zu den immer noch nicht vorgelegten Umbauplänen bei VW beraten, die nach früheren Angaben bis zu 20.000 Jobs treffen könnten. Konkrete Einzelheiten der Pläne seien nach wie vor nicht bekannt, sagte ein Gewerkschaftssprecher in Hannover. Bei den Beratungen der Tarifkommission werde besprochen, ob die IG Metall Verhandlungen mit dem Unternehmen aufnehmen werde.
VW-Chef Bernd Pischetsrieder hatte im Februar ein tiefgreifendes Restrukturierungsprogramm angekündigt, mit dem vor allem die ertragsschwache Marke Volkswagen saniert werden soll. Für Unruhe in der Belegschaft sorgte unter anderem die Ankündigung der VW-Spitze, dass bis zu 20.000 Jobs von der Neuordnung betroffen sein könnten. Das wäre jeder fünfte Arbeitsplatz in den westdeutschen Werken.
Anfang Mai hatte der Autobauer die Gewerkschaft zu Gesprächen über die Sicherung der Arbeitsplätze und eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit aufgefordert. Im Kern soll es um die künftige Umsetzung des derzeit gültigen Tarifvertrages gehen, der betriebsbedingte Entlassungen bei VW bis 2011 ausschließt. Diese Zusicherung hat VW bisher offiziell nicht angetastet. Die IG Metall-Tarifkommission wollte nun unter Führung von Verhandlungsführer Hartmut Meine zunächst intern beraten, ob es zu Gesprächen zwischen den Tarifvertragsparteien komme. Bisher habe es noch keine offiziellen Verhandlungen über das Programm gegeben, sagte der Gewerkschaftssprecher.
VW-Markenvorstand Wolfgang Bernhard hatte kürzlich erklärt, spätestens bis zum Jahresende müsse eine Einigung mit dem Betriebsrat erreicht sein. Zur Vertragsverlängerung von Konzernchef Pischetsrieder bis zum Jahr 2012 Anfang Mai hatte der Vorstand erklärt, Wirtschaftlichkeit und Beschäftigungssicherung seien gleichrangige Ziele. (dpa/mm)