München. Das Wachstum des Autobauers BMW hat sich im Juni deutlich verlangsamt. Insgesamt habe die BMW Group mit den Auto-Marken BMW, Mini und Rolls-Royce in diesem Monat 130.530 Fahrzeuge abgesetzt, teilte das Unternehmen am Freitag in München mit. Dies entsprach einem Anstieg von 1,0 Prozent. Im ersten Halbjahr lag das Wachstum dank eines starken Starts in das Jahr aber noch bei acht Prozent. Zwischen Januar und Ende Juni verkaufte die Gruppe 698.470 Fahrzeuge. Von der Kernmarke BMW verkaufte der Konzern im Juni 111.640 Autos. Dies waren 1,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Damit lag das Plus deutlich unter den Werten der Vormonate. Gerechnet aufs Halbjahr blieb ein zweistelliges Absatzwachstum von elf Prozent auf 597.120 Fahrzeuge der Marke BMW.
Die Kleinwagenmarke Mini kämpfte weiter mit sinkenden Absätzen. Hier gingen die Verkäufe im Juni um 4,2 Prozent auf 18.817 Autos zurück. In den ersten sechs Monaten lag das Minus bei 6,5 Prozent (101.063). BMW begründete die geringen Wachstumsraten mit dem Modellwechsel beim volumenstarken 3er-Modell im Frühjahr vergangenen Jahres. Wegen vergleichsweise schwacher Verkaufszahlen im Vorjahr seien die Absatzraten in den ersten Monaten des laufenden Jahres sehr hoch ausgefallen. Belastend habe außerdem der Ausbau des Mini-Werkes in Oxford gewirkt.
BMW-Chef Helmut Panke hatte auf der Hauptversammlung des Unternehmens im Mai für die kommenden Jahre neue Rekordmarken bei Absatz und Ergebnis in Aussicht gestellt. So soll der Absatz bis 2010 auf 1,6 Millionen Fahrzeuge pro Jahr zulegen. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen mehr als 1,3 Millionen Fahrzeuge verkauft. Auch in diesem Jahr soll der Absatz einen neuen Höchststand erreichen. Panke hatte allerdings bereits angekündigt, dass sich die Wachstumsrate von elf Prozent in den ersten vier Monaten "in dieser Höhe nicht über den gesamten Jahresverlauf fortsetzen" werde. (dpa-AFX/mm)