München. Der BMW-Konzern steuert mit hohem Tempo auf den geplanten Rekordgewinn zu. Im ersten Quartal sei das Vorsteuerergebnis vor allem wegen eines Sondereffekts um knapp 58 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro gestiegen, teilte die BMW AG (München) mit.
Ohne den Einmaleffekt aus der Umwandlung einer Wandelanleihe sei das Ergebnis um zwölf Prozent gestiegen. Im Gesamtjahr erwartet BMW weiter ein Rekordergebnis von vier Milliarden Euro. "Wir sind auf gutem Weg, 2006 zum besten Jahr der Unternehmensgeschichte zu machen", sagte BMW-Chef Helmut Panke.
Zwischen Januar und Ende März waren Umsatz und Ergebnis dank guter Frühjahrszahlen beim Absatz und wegen eines einmaligen Buchgewinns gestiegen. Die Aktie des Unternehmens legte im frühen Handel um 0,81 Prozent auf 43,76 Euro zu. Zwar dürften in diesem Jahr auch weiterhin hohe Rohstoffpreise und ungünstige Währungseffekte wegen des starken Euros eine Rolle spielen, hieß es. Die Auswirkungen würden allerdings nicht mehr so deutlich spürbar sein wie im Vorjahr. Im vergangen Jahr hatten diese Belastungen dem Gewinnwachstum des Autobauers einen Dämpfer verpasst und für einen weitgehend stagnierenden Konzerngewinn gesorgt. Hoffnung setzt BMW vor allem auf eine Reihe neuer Modelle, die in diesem Jahr auf den Markt kommen sollen. So soll im Juni das neue Z4 Coupe an den Start gehen, für den Herbst ist dann die Einführung des 3er Coupes geplant. Langfristig plant BMW auch eine größere Variante des erfolgreichen Kleinwagens MINI.
Für das erste Quartal meldete BMW einen Umsatzanstieg von 10,357 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf 11,618 Milliarden Euro. Der Vorsteuergewinn (EBT) kletterte von 812 Millionen auf 1,296 Milliarden Euro und lag damit leicht über den Prognosen. Der Überschuss verbesserte sich von 525 auf 948 Millionen Euro und übertraf ebenfalls die Erwartungen in Höhe von 893,6 Millionen Euro. Neben einem deutlichen Absatzzuwachs von fast 14 Prozent im Autogeschäft trug auch ein einmaliger Buchgewinn in Höhe von 375 Millionen Euro aus der Abwicklung einer Umtauschanleihe auf den britischen Triebwerkshersteller Rolls Royce zum Abschneiden des Autobauers bei. Im Kerngeschäft Auto kletterte der Umsatz um 12,8 Prozent von 9,954 auf 11,231 Milliarden Euro. Der Vorsteuergewinn wuchs etwas schwächer um 7,2 Prozent auf 761 Millionen Euro. Der Umsatz im Bereich Finanzdienstleistungen verbesserte sich um 28,2 Prozent auf 2,738 Milliarden Euro. Das Vorsteuerergebnis legte hier um 15,3 Prozent auf 173 Millionen Euro zu. Im Bereich Motorräder trübte indes das schlechte Wetter der ersten Monate die Bilanz. Der Absatz sank um mehr als zehn Prozent, der Umsatz um 1,6 Prozent auf 313 Millionen Euro. Vor Steuern verbuchte BMW bei den Motorrädern einen Gewinn von 29 nach 31 Millionen Euro im Vorjahr./mf/cs
(dpa/afx/feb) Foto: dpa