New York. Der japanische Autobauer Toyota hat in den USA im April erstmals mehr Autos verkauft als DaimlerChrysler. Damit ist der Autoriese in das Spitzentrio der "Großen Drei" nach General Motors und Ford aufgerückt. Toyota konnte einschließlich seiner Luxusmarke Lexus erstmals mehr Wagen als DaimlerChrysler mit seiner Chrysler- Sparte und Mercedes-Benz absetzen. Dies gelang den Japanern, obwohl Mercedes-Benz einen April-Absatzrekord verbuchte. Die deutschen Automobilhersteller Volkswagen, Audi, BMW, Porsche und Mercedes-Benz legten nach eigenen Angaben in den USA zu.
Toyota lieferte im April in den USA insgesamt 219.965 Autos aus. Das sind 8,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Der Absatz von Toyota-Modellen stieg dabei um zehn Prozent auf 195.286 Autos, während Lexus einen Verkaufsrückgang von 1,7 Prozent auf 24.679 Einheiten verbuchte. DaimlerChrysler musste in den USA im April einen Absatzrückgang von sechs Prozent hinnehmen: 211.365 Autos wurden verkauft. Bei Chrysler gab es einen Verkaufsrückgang von acht Prozent auf 190.095 Einheiten. Mercedes-Benz erhöhte den US-Absatz im Berichtsmonat kräftig um 13 Prozent auf 21 270 Stück und legte seit Jahresbeginn um 15,9 Prozent auf 75 512 Autos zu. Vor allem von der starken S-Klasse und den neuen R-Klasse-Modellen konnte profitiert werden.
Bei General Motors sank der April-Absatz im heimischen Markt um 7,1 Prozent auf 345 404 Autos und bei Ford - einschließlich Jaguar, Land Rover und Volvo - um 6,6 Prozent auf 262 722 Stück. Insgesamt ging der US-Absatz aller in- und ausländischen Anbieter im April gegenüber dem Vorjahr um rund vier Prozent auf 1,45 Millionen Stück zurück. Vor allem bei großen Geländewagen und Pickups gab es wegen der hohen Benzinpreise teilweise starke Verkaufseinbußen. Dagegen lief der Verkauf von Autos und kleineren Trucks - Geländewagen, Pickups und Minivans - auf Hochtouren. Die deutschen Autohersteller konnten in dem benannten Zeitraum leicht zulegen. Volkswagen verkaufte im April im US-Markt 11,2 Prozent mehr Autos (20.528). Der Absatz erhöhte sich damit seit Jahresbeginn um 20,4 Prozent auf 73.824 Einheiten. Vor allem Jetta, Passat und der neuen GTI konnten vermehrt abgesetzt werden. Der Touareg-Absatz sank dagegen. Audi steigerte den April-Absatz um 2,9 Prozent auf 7412 Autos, wobei der A3 und der A4 am gefragtesten waren. Der Autobauer lieferte von Januar bis April 25.296 Autos an den US-Markt, ein Plus von 5,2 Prozent.
BMW hat einschließlich Mini insgesamt 28.563 Autos im US-Markt verkauft - 13 Prozent mehr als im April 2005. Der Absatz erhöhte sich dank reger Nachfrage nach Pkw-Modellen um ein Fünftel auf 25.250 Stück, während es bei den Geländewagen Einbußen gab. Der Absatz des Mini ging ebenfalls zurück. Porsche glänzte weiter im US-Markt. Der Gesamtabsatz stieg um 14 Prozent auf 3185 Einheiten. Der Sportwagenverkauf lief auf Hochtouren. Auch der Cayenne-Geländewagen-Verkauf konnte gehalten werden. Porsche hat in den USA seit Jahresbeginn 9117 Autos ausgeliefert. Das waren 26 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. (dpa/feb)