Stuttgart. Der Autobauer DaimlerChrysler hat im ersten Halbjahr in seiner wichtigsten Sparte Mercedes Car Group (MCG) deutliche Absatzzuwächse verbucht. Während sich die Kernmarke Mercedes-Benz gut entwickelte, setzte sich der Abwärtstrend beim defizitären Kleinwagenbauer Smart fort. Die Aktie von DaimlerChrysler am Donnerstag legte bis gegen 14.10 Uhr zu und entwickelte sich mit einem Plus von 1,16 Prozent auf 38,42 Euro etwas besser als der DAX , der gleichzeitig um 0,91 Prozent auf 5.676,93 Punkte stieg. Insgesamt sei der Absatz der Sparte mit den drei Marken Mercedes-Benz, Maybach und Smart zwischen Januar und Ende Juni um knapp neun Prozent von 577.000 im Vorjahr auf 627.300 Fahrzeuge gestiegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Stuttgart mit. Im Juni lag das Plus bei sechs Prozent. Im ersten Halbjahr registrierte die Gruppe auf allen Märkten Zuwächse, lediglich in Deutschland gingen die Verkäufe leicht um 0,9 Prozent auf 166.200 Fahrzeuge zurück. Im Juni zeigte der Trend mit einem Plus von 0,6 Prozent allerdings wieder etwas nach oben.
Die Kernmarke Mercedes-Benz legte im ersten Halbjahr um 13 Prozent auf 565.300 (VJ: 499.900) Autos zu. Im Juni lag das Plus bei neun Prozent. In allen wichtigen Regionen seien zweistellige Steigerungen erreicht worden, hieß es. So sei der Absatz in Westeuropa in den ersten sechs Monaten um zehn Prozent auf 340.500 Einheiten gestiegen. In den USA lag das Wachstum sogar bei 17 Prozent auf 114.900 Einheiten. Gefragt sei vor allem die neue S-Klasse, die sich rund 50.000 Mal verkaufte. Auch die neue M-Klasse komme gut an. So seien in den ersten sechs Monaten weltweit 53.400 Einheiten Geländewagens verkauft worden. Für das zweite Halbjahr erhoffen sich die Stuttgarter zusätzliche Impulse von der neuen Generation der E-Klasse, die am 10. Juni in Europa gestartet war.
Im Gesamtjahr sei für die Marke Mercedes-Benz mit einem höheren Absatz als im Vorjahr zu rechnen, hieß es. Obwohl der Absatz des Kleinwagens Smart erwartungsgemäß unter Vorjahresniveau liegen werde, sei für die Mercedes Car Group insgesamt von einem Absatz mindestens in der Größenordnung des Vorjahres auszugehen. Die angeschlagene Kleinwagenmarke Smart lieferte im Juni 12.600 Modelle an Kunden aus. Im ersten Halbjahr wurden 62.000 smart-Modelle abgesetzt. Im Vorjahr hatte die Zahl noch bei 74.000 Fahrzeugen gelegen. Im Zuge der Sanierung von Smart hatte der Konzern im Frühjahr die Einstellung des Smart forfour und den Abbau von 300 der insgesamt 750 Stellen in Böblingen bekannt gegeben. Künftig wird Smart damit nur noch den Zweisitzer fortwo im Angebot haben, von dem es im kommenden Jahr ein überarbeitetes Modell geben soll. Die Konzernführung will den Kleinwagenbauer 2007 nach Milliardenverlusten in die schwarzen Zahlen führen. Von 2008 an soll der Smart auch in den USA verkauft werden. (dpa-AFX/tb)