München. Die Autowerkstattkette ATU will mit der Eröffnung neuer Filialen zu Europas Marktführer aufsteigen. "Unser nächstes Ziel ist es, vom Marktführer in Deutschland zum Marktführer in Europa zu werden", sagte ATU-Chef Karsten Engel der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwochausgabe). Derzeit sieht sich das Unternehmen im europäischen Vergleich an zweiter Stelle hinter der britischen Kwik-Fit-Gruppe, die in Deutschland die Pit-Stop-Kette betreibt. Bis 2013 soll es in sieben europäischen Ländern etwa 1.000 ATU-Niederlassungen geben, sagte Engel.
Bislang ist ATU (Auto-Teile-Unger) mit rund 540 Filialen ausschließlich in Deutschland und Österreich vertreten. Im nächsten Vierteljahr sollen die ersten Werkstätten in Tschechien und den Niederlanden eröffnet werden. Geprüft werde auch die Expansion in andere europäische Staaten mit Ausnahme von Großbritannien und Frankreich.
Spekulationen über einen möglichen Börsengang von ATU noch in diesem Jahr wies Engel zurück. "Das stand nie zur Diskussion", sagte er. Bei Umsatz und Gewinn rechnet der Firmenchef im laufenden Jahr mit vergleichbaren Zuwachsraten wie 2005. Im vergangenen Jahr baute ATU den Umsatz um 6,7 Prozent auf 1,32 Milliarden Euro aus. Zugleich stieg der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um neun Prozent auf 182 Millionen Euro. ATU gehört zu 77 Prozent der amerikanischen Beteiligungsgesellschaft Kohlberg, Kravis, Roberts (KKR). (dpa-AFX)