Moskau. Ausländische Automobilkonzerne haben in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 60 Prozent mehr Fahrzeuge auf dem russischen Markt verkauft als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt kauften die Russen nach Angaben der russischen Tageszeitung "Kommersant" knapp 400.000 Fahrzeuge ausländischer Marken im Wert von etwa neun Milliarden Dollar (7,3 Milliarden Euro). Vor allem preisgünstige Modelle von Chevrolet, Renault und Kia konnten Zuwachsraten von bis zu 219 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielen. Marktführer unter den ausländischen Fabrikaten sind Hyundai (45.600 Fahrzeuge), Toyota (41.200) und Ford (37.000). Der größte russische Autobauer Awtowas setzte drei Prozent mehr Wagen der Marke Lada ab.
Experten rechnen damit, dass 2006 ein Rekordjahr für den russischen Automobilmarkt wird. Angepeilt werden 2,3 Millionen verkaufter Autos. Gerade die wachsende russische Mittelklasse erfülle sich zunehmend den Traum vom eigenen Wagen. Viele internationalen Konzerne produzieren auch in Russland, da die Regierung den Import ausländischer Autos mit hohen Einfuhrzöllen belegt. Zuletzt schlossen General Motors, Nissan und Volkswagen Verträge über den Bau von Fabriken in Russland ab. (dpa-AFX/tb)