New York. Der amerikanische Autozulieferer Lear verkauft seine europäische Sparte für Fahrzeug-Innenausstattung an die International Automotive Components Group LLC (IAC) des US-Milliardärs Wilbur L. Ross und der Franklin Mutual Advisors. Dies haben Lear und Ross am Donnerstag (Ortszeit) bekannt gegeben. Lear (Southfield/US-Staat Michigan) erhält dafür eine IAC-Beteiligung von 34 Prozent.
Lear verfügt mit seiner Sparte über neun europäische Betriebe in fünf Ländern und einem Umsatz von 750 Millionen Dollar. Die deutsche Lear GmbH & Co.KG in Sulzbach beschäftigt rund 5.000 Mitarbeiter an mehreren Standorten im gesamten Bundesgebiet. IAC (Detroit) wird es nach der Transaktion auf einen Umsatz von 1,2 Milliarden Dollar (950 Millionen Euro) bringen und wird über 20 europäische Betriebe verfügen. Die zusammengelegte Firma sei netto 300 Millionen Dollar wert, betonte Ross. Die Transaktion solle vor dem 30. September vollzogen werden.
IAC hatte zuvor im Mai die europäischen Vermögenswerte des US- Autozulieferers Collins & Aikman erworben. Ross will jetzt auch nach Nordamerika und Asien vordringen. Er hatte zuvor mit erfolgreichen Investments bei insolventen US-Stahlkonzernen Milliarden verdient. (dpa/mm)