Tokio. Nach Branchenprimus Toyota plant nun angeblich auch der japanische Autokonzern Nissan eine Fertigungsstätte in Russland. Wie die gewöhnlich gut informierte japanische Wirtschaftszeitung "Nihon Keizai Shimbun" am Montag berichtete, plant der Renault-Partner ein Montagewerk für Pkw in der Umgebung von St. Petersburg. Der Produktionsbeginn sei für 2008 vorgesehen. Anfangs sollen etwa 20.000 Fahrzeuge pro Jahr gefertigt werden. Zentrale Teile für Modelle wie den Primera oder Almera würden dabei importiert, hieß es.
Nissans französischer Partner Renault verfügt bereits über ein Werk in Moskau. Doch aus Platzgründen habe sich die Nissan Motor Co für eine eigene lokale Fertigung entschieden, hieß es. Nissan hat den Angaben zufolge vergangenes Jahr 47.000 Autos in Russland verkauft und lag damit unter Japans Autobauern auf Platz drei hinter Toyota und Mitsubishi Motors.
Neben dem Aufbau einer lokalen Fertigung wolle Nissan auch sein Vertriebsnetz in Russland im Geschäftsjahr 2007 (31. März) auf 50 Händler fast verdoppeln. (dpa/feb)