Turin. Der Fiat-Konzern hat im ersten Quartal deutlich mehr verdient als im Vorjahr. Der operative Gewinn sei auf 323 (Vorjahr: 47) Millionen Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Turin mit. Der Geschäftsbereich Fiat Auto schaffte den Sprung in die schwarzen Zahlen und verbuchte einen operativen Gewinn von 57 Millionen Euro nach einem Verlust von 129 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Dabei übertraf das Unternehmen die Schätzungen der Analysten. Das Unternehmen bekräftigte seine Ziele für das Gesamtjahr. Der Umsatz kletterte auf 12,556 (Vorjahr: 10,755) Milliarden Euro. Fiat Auto setzte 5,718 Milliarden Euro nach 4,623 Milliarden Euro im Vorjahresquartal um. Unter dem Strich verdiente der Konzern mit 138 (Vorjahr: 295) Millionen Euro zwar weniger, lag aber ebenfalls über den Schätzungen der Experten.
Im ersten Quartal 2005 hatte Fiat von einer Einmalzahlung vom US-Autobauer General Motors profitiert. Der hatte sich mit 1,55 Milliarden Euro von seinem damaligen Partner freigekauft. Hiervon waren bereits eine Milliarde Euro im ersten Quartal geflossen. Die Nettoverschuldung sank von 2,9 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf 293 Millionen Euro.
Fiat bestätigte die Ziele für das laufende Jahr. Danach soll der operative Gewinn zwischen 1,6 und 1,8 Milliarden Euro liegen, der Überschuss bei 700 Millionen Euro. Im Autogeschäft werde ein operativer Gewinn von 200 Millionen Euro angepeilt. Fiat Auto will in 2006 einen Marktanteil in Europa von acht Prozent erreichen. Zuvor hatte der Geschäftsbereich 7,2 Prozent als Ziel für den europäischen Marktanteil angegeben. (dpa/afx/feb)